TEIL 1: Klimawandel - Herausforderung für die Städte
Nach einer Einführung zu den neuen bundes- und landespolitischen Rahmenbedingungen für den kommunalen Klimaschutz standen im ersten Teil der Tagung die jeweiligen lokalen Klimaschutzaktivitäten in den Partnerstädten Chemnitz und Düsseldorf im Mittelpunkt.

Johannes Lichdi, MdL
Perspektiven des Klima- und Energieprogramms der Bundesregierung und der sächsischen Landespolitik für den kommunalen Klimaschutz
Johannes Lichdi ist Rechtsanwalt und derzeit umwelt- und energiepolitischer Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im sächsischen Landtag. Er gehört dem Landtag seit 2004 an und ist darüber hinaus als Stadtrat in Dresden tätig.

Bürgermeister Mico Runkel
Klimaschutz in Chemnitz - Ziele, Maßnahmen und Ergebnisse
Miko Runkel ist Diplomjurist. Er war bis Juli 2008 als Richter am Amtsgericht Freiberg tätig und leitet seit August 2008 das Dezernat 3 der Stadt Chemnitz. Dazu gehören - neben dem Umweltamt - Rechtsamt, Bürgeramt, Ordnungsamt, Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt sowie der Tierpark.
- Vortrag herunterladen (PDF 4 MB)
- Klimaschutzbericht des Chemnitzer Umweltamtes vom Dezember 2007
- Klimaschutzbericht als Broschüre (PDF 12 MB)
- www.chemnitz.de

Stefan Wenzel
Die Schöpfung bewahren - 30 Initiativen für den Klimaschutz - Das kommunale Maßnahmenprogramm der Chemnitzer Partnerstadt Düsseldorf
Stefan Wenzel ist Diplom-Biologe und derzeit bei der Stabsstelle Klimaschutz im Umweltamt Düsseldorf tätig. Das Düsseldorfer Klimaschutzprogramm wurde noch unter Führung des 2008 verstorbenen Oberbürgermeister Joachim Erwin ins Leben gerufen.
Die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt Düsseldorf hat über 580.000 Einwohner. Die formelle Städtepartnerschaft mit Karl-Marx-Stadt besteht seit 1988. Nach dem Fall der Mauer entwickelten sich vielfältige Verbindungen und Beziehungen zwischen den Menschen beider Städte.
- Vortrag herunterladen (PDF 3,6 MB)
- Klimaschutzprogramm Düsseldorf
TEIL 2: Energiewende in Chemnitz
Im zweiten Teil der Tagung diskutierten Vertretern von Stadtwerken, Bürgerschaft, Genossenschaft und Privatwirtschaft die Zukunft der Energieversorgung in Chemnitz.

Uwe Barthel
Neue Energie durch kommunale Kompetenz - Das Energie- und Klimaschutzkonzept der Stadtwerke Chemnitz
Uwe Barthel ist Gründungsmitglied der im Oktober 1990 gegründeten Stadtwerke Chemnitz AG und seitdem Vorstandsmitglied. Er ist gleichzeitig Geschäftsführer der städtischen Versorgungs- und Verkehrsholding GmbH Chemnitz. Neben der Bereitstellung von Energie und Trinkwasser für Privat-, Gewerbe- und Industriekunden in der Region erbringen die Stadtwerke auch Leistungen der Abwasserableitung, -behandlung und -beseitigung. Die Anteile der Energieträger an der Gesamtstromlieferung der Stadtwerke verteilen sich wie folgt: 13% Erneuerbare Energien, 11% Kernkraft, 76% fossile und sonstige Energieträger.
- Vortrag herunterladen (PDF 0,7 MB)
- www.swc.de

Heiko Richter
Ressourcenschonende Energieversorgung - Statement aus genossenschaftlicher Perspektive
Heiko Richter ist Vorstand für Wohnungswirtschaft & Bau der Wohnungsgenossenschaft "EINHEIT" e.G. Chemnitz. Die Arbeiter - Wohnungsbau - Genossenschaft "Einheit" Karl-Marx-Stadt wurde 1954 gegründet und 1992 als WG "Einheit" Chemnitz eingetragen. Die Genossenschaft hat 6.214 Mitglieder und rund 6.300 Wohnungen in Chemnitz und Umgebung. Seit 1990 hat das Unternehmen über 204 Millionen Euro in die energetische Modernisierung und Instandhaltung vor allem der Wohnungsbestände des industriellen Wohnungsbau investiert. Nach eigenen Angaben konnte das Unternehmen die CO2-Emissionen seit 1992 um 41.600 Tonnen reduzieren.
- Vortrag herunterladen (PDF 5,6 MB)
- www.wg-einheit.de

Matthias Taube
Ressourcenschonende Energieversorgung - Statement aus privatwirtschaftlicher Perspektive
Dipl.-Ing. Matthias Taube hat im Rahmen des Modellvorhabens "Niedrigenergiehaus im Bestand" ein Chemnitzer Wohngebäude aus der Gründerzeit so saniert, dass es über 90 Prozent Heizenergie gegenüber dem Zustand vor der Sanierung einspart. Insbesondere dafür erhielt das Objekt mehrere Auszeichnungen - u.a. durch das Bundesbauministerium.

Bernhard Herrmann
Ressourcenschonende Energieversorgung - Statement aus bürgerschaftlicher Perspektive
Dipl.-Ing. Bernhard Herrmann ist Geschäftsführer eines Chemnitzer Ingenieurbüros. Ehrenamtlich engagiert er sich für Klimaschutzprojekte, insbesondere die Etablierung von Bürgersolaranlagen. Er ist ehrenamtlicher Geschäftsführer der Bürgersolaranlage Chemnitz GbR.
TEIL 3: Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit
Der dritte Teil der Tagung ging der Frage nach, wie konsequenter Ressourcen- und Klimaschutz die Grundlage für soziale Gerechtigkeit und gleichberechtigte Teilhabe werden kann.

Markus Kurth, MdB
Energiesparoffensive und soziale Energiepolitik - Grüne Lösungsansätze für das Problem steigender Energiepreise
Markus Kurth ist Diplom-Politologe und derzeitiger Sprecher für Sozial- und Behindertenpolitik der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Bundestag. Er ist Obmann der Grünen im Bundestagsausschuss Arbeit & Soziales und gehört dem Bundestag seit 2002 an.
- Vortrag herunterladen (PDF 0,1 MB)
- Diskussionspapier von Bärbel Höhn und Markus Kurth
- www.markus-kurth.de

Carla Groß
Einsparmöglichkeiten für Alle? Vorstellung und erste Erfahrungen des Leipziger Modellprojektes zur Haushaltsenergieberatung
Carla Groß ist Dipl.-Ing. für Informationstechnik und Umweltwissenschaften (Bauökologie). Im Rahmen eines Projektes von Caritas Leipzig und Ökolöwe e.V. geht sie der Frage nach, wie sich Energiekosten durch Änderungen des Nutzungsverhaltens einsparen lassen und wie Hartz-IV-Empfänger von diesen Einsparungen profitieren können. Das Modellprojekt erhielt bereits mehrere Auszeichnungen.
Tagungsbeiträge:
- Johannes Lichdi, MdL
Bündnis 90/Die Grünen - Mico Runkel
Stadt Chemnitz - Stefan Wenzel
Umweltamt Düsseldorf - Uwe Barthel
Stadtwerke Chemnitz e.G. - Heiko Richter
WG Einheit. e.G. - Matthias Taube
Planungsbüro Taube - Bernhard Herrmann
Bürgersolaranlage Chemnitz GbR - Markus Kurth, MdB
Bündnis 90/Die Grünen - Carla Groß
Energieberaterin
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