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Energieeffizienz in Unternehmen
Dreifünftel des jährlichen Energieverbrauchs in Deutschland entfallen auf die Sektoren Industrie und Gewerbe. 20 bis 50% können davon kurzfristig eingespart werden - ohne die Produktivität zu vermindern. Dies schützt nicht nur das Klima durch einen verminderten Ausstoß klimarelevanter Gase: Energieeffizienz ist nicht weniger auch Kosteneffizienz. Es führt zu erheblichen Kostensenkungen, zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit sächsischer Unternehmen und somit auch zur Erhaltung bestehender und Entstehung neuer Arbeitsplätze. Die Verwendung innovativer Technologien und ein intelligenter Umgang mit Energie sind dafür der Schlüssel.
Vier Faktoren bestimmen konkret über die Ausschöpfung des Energiesparpotentials:
- Technik und Technologie: Die Verwendung der "best verfügbaren Technologien" (BVT) - sei es beim Heizungs- und Beleuchtungssystem, sei es beim Wärmeschutz - und die optimale, praxisorientierte Anwendung ist das Fundament eines energieeffizienten Wirtschaftens. Ein Beispiel für wettbewerbsorientierte Effizienzsteigerung ist der Top-Runner-Ansatz: Hierbei wird regelmäßig festgestellt, welches Gerät in seiner Klasse am effizientesten arbeitet und dann zum Standard erhoben, welchen alle anderen Unternehmen in einem gewissen Zeitrahmen auch erreichen müssen. Dadurch entsteht eine positive Effizienzspirale, die dem Verbraucher durch niedrigere Energiekosten und den jeweiligen Unternehmen durch Innovationswettbewerb zugute kommt..
- Organisation: Grundlegend für eine optimale Ausnutzung von Energiesparpotentialen ist die Verwendung moderner Energiemanagementsysteme. Die systematische Untersuchung des Ist-Zustandes, die Identifizierung und Planung von Alternativen und Verbesserungsmaßnahmen, deren Umsetzung und die anschließende Erfolgskontrolle garantieren einen wirklichen effizienten Einsatz von Energie in allen Bereichen.
- Kapital: Es soll hier genügen einen zentralen Aspekt hervorzuheben - das Energieeinspar-Contracting. Die Anschaffung neuer Technik ist mit hohen Kosten und damit Risiken verbunden. Beim Contracting ist es der beauftragte Contractor, der bestimmte Investitionen bzw. Maßnahmen zur Energieeinsparung tätigt. Seine Aufwendungen lässt er sich durch den Erfolg der Einsparmaßnahmen, also über die reduzierten Energiekosten, vergüten. Profitieren werden beide - Unternehmer und Contractor.
- Mitarbeiter: Energieeffizientes Wirtschaften setzt nicht nur Technik, Organisation und Kapital voraus. Von gleicher Bedeutung sind auch motivierte und mit großem Energieeffizienz-Know-How ausgestattete Mitarbeiter.



