Wasserkraft
Schon seit Jahrhunderten wird die Wasserkraft als Antriebsmittel genutzt. Geschah dies früher direkt mittels Mühlen, überwiegt heute die weitere Umwandlung zu elektrischer Energie in Wasserkraftwerken. Nach der traditionellen Biomassenutzung ist die Wasserkraft die weltweit am meisten genutzte erneuerbare Energiequelle.
Die Grundlage der Wasserkraftnutzung ist der natürliche Wasserkreislauf mit den Faktoren Verdunstung, Niederschlag und Wasserablauf. Zentral für die Energieerzeugung ist die Nutzung der Wasserströmung in Wasserkraftwerken. Die Strömungsenergie treibt dort über ein Turbinenrad Generatoren an, die Strom erzeugen. Der dabei erreichte elektrische Wirkungsgrad ist mit über 90% sehr hoch. Die erzeugbare Energiemenge hängt in erster Linie von der Abflussmenge und der Höhendifferenz ab und lässt sich für jeden Standort berechnen. Je nach Volumenstrom und Fallhöhe kommen unterschiedliche Turbinen zum Einsatz: Kaplanturbinen, Francisturbinen, Peltonturbinen oder Durchströmturbinen.
Es gibt verschiedene Arten von Wasserkraftwerken: Laufwasserkraftwerke, Speicherkraftwerke und Pumpspeicherkraftwerke. Um die Wasserkraft in großem Ausmaße nutzen zu können wird heutzutage auch weiter in die Forschung und Entwicklung von Gezeitenkraftwerken und Wellenkraftwerken investiert.
Bedeutung der Wasserkraft in Sachsen
Im Vergleich zur globalen und nationalen Bedeutung der Wasserkraft als erneuerbare Energiequelle (in Deutschland trägt die Wasserkraft in etwa 4% zur Energieerzeugung bei) ist sie in Sachsen nur marginal vertreten. Die Wasserkraft deckt lediglich 0,4% des sächsischen Energieverbrauchs ab.
Probleme der Wasserkraft
Allerdings sind mit dem Bau von Wasserkraftwerken auch ökologische und soziale Probleme verbunden. Sie bedeuten einen unmittelbaren Eingriff in die Landschaft und das Fließverhalten des Flusses, wodurch die biologische Vielfalt negativ beeinflusst werden kann.
100 Prozent Erneuerbare in Sachsen möglich!

Grüne Ausbaustudie 2020 - Perspektiven für Erneuerbare Energien in Sachsen
(Studie, Stand: Dezember 2008 / Akt. April 2010, 8 MB)
PDF zum Download



