KlimaSTADTWandel am 4. Dezember 2010 in Dresden

"Die Kommunen müssen zum Kondensationskern für den ökologischen Wandel werden. Denn in den Städten wird der größte Anteil der klimaschädlichen Emissionen erzeugt. Darum haben wir in diesem Jahr für unseren Klimakongress das Motto 'KlimaSTADTWandel' gewählt", erklärte Antje Hermenau, Vorsitzende der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag, vor den etwa 200 Teilnehmern des 4. Sächsischen Klimakongresses.

"Die kommunalen Stadtwerke können bei dem nötigen Strukturwandel eine wichtige Rolle als Partner und Experten übernehmen - weg vom Energiehändler hin zum Effizienzdienstleister."

Das bekräftigte Hep Monatzeder (GRÜNE), 3. Bürgermeister der Stadt München. "München hat sich das Ziel gestellt, bis zum Jahr 2015 alle 800.000 Privathaushalte mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgen zu können. Das Ziel haben wir schon heute erreicht. Bis 2025 werden wir für alle Kunden Strom aus erneuerbaren Energien bereitstellen."

"Der öffentliche Nahverkehr muss die Mobilität der Mehrheit der Menschen in der Großstadt komfortabel, schnell und umweltfreundlich sichern. Wer
- wie die Staatsregierung dort heute kürzt, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt", so Hermenau. "Das Modell der autogerechten Stadt ist von vorgestern. Aktuell ist die Vernetzung von öffentlichem und individuellem Verkehr."

Hermenau forderte zudem, bei den erneuerbaren Energien in Sachsen deutlich zuzulegen. "Die gute Nachricht einer aktuellen Studie: Sachsen ist tatsächlich auf einem Feld der erneuerbaren Energien Spitze – aber leider nur bei der Technologie. Die schlechte Nachricht: Bei der Nutzung der erneuerbaren Energien bildet Sachsen eindeutig das Schlusslicht.
Sachsen ist in diesem Ranking insgesamt vom 6. Platz 2008 auf den 11.
Platz 2010 zurückgefallen."

Am erstmals ausgerichteten Kinderworkshop mit dem Future Truck der Uni Chemnitz nahmen 30 Schulkinder teil.

Video vom Kongress

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