Ursachen des Klimawandels

Erdgeschichtlich gesehen sind Klimaschwankungen eine Normalität. Außergewöhnliche Ereignisse, wie der Einschlag großer Meteoriten oder der gleichzeitige Ausbruch mehrere Vulkane, verursachten abrupte Klimawechsel, in deren Folge ganze Spezies wie die Dinosaurier sich aus der Evolution verabschiedeten.

In der noch jungen Geschichte der Menschheit (ca. fünf Millionen Jahre) vollzogen sich Klimawechsel zwischen Kalt- und Warmzeiten über eine Dauer von einigen tausend Jahren. Innerhalb der langen Zyklen kommt es immer wieder zu kleineren Klimaveränderungen, die zum Beispiel um das Jahr 1000 zur Besiedlung Grönlands (= Grünland) durch die Wikinger führten (mittelalterliches Optimum). In 500 Jahren sank die globale Mitteltemperatur dann um ein Grad  (Kleine Eiszeit).

Heutzutage werden wir mit einer rasanteren Entwicklung konfrontiert. Die globale Durchschnittstemperatur erhöhte sich in den letzten 100 Jahren um etwa 0,7 Grad Celsius, und die Klimaforscher halten einen weiteren Temperaturanstieg  um bis zu 6,4 Grad Celsius bis 2100 für möglich. Dieser Klimawandel, daran gibt es keinen Zweifel, wird von uns Menschen verursacht (anthropogen).

Kohlekraftwerke in Boxberg, pixelquelle.de

Der mit Beginn der Industrialisierung stark steigende Eintrag der Treibhausgase Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4), Distickstoffoxid (Lachgas, N2O) und anderer Stoffe verstärkt den natürlichen Treibhauseffekt. Der Anteil des Treibhausgases CO2 in der Atmosphäre stieg in den letzten 200 Jahren von 280 ppm (parts per million) auf derzeit 380 ppm an.

Der natürliche Treibhauseffekt: Die kurzwellige Strahlung des ankommenden Sonnenlichts wird teilweise von Atmosphäre und Erdoberfläche reflektiert. Der Rest durchläuft die Atmosphäre, erwärmt die Erdoberfläche und wird als infrarote Wärmestrahlung zurückgestrahlt. Ein Teil der rückgestrahlten Wärmestrahlung durchläuft die Atmosphäre und verliert sich im Weltall, der andere Teil der Wärmestrahlung kann die Schicht aus Wasserdampf, Kohlendioxid und von Spuren anderer Gase in der Atmosphäre nicht durchdringen und wird in der Atmosphäre zurückgehalten.

Ohne den natürlichen Treibhauseffekt würde eine durchschnittliche Temperatur von minus 18 Grad Celsius auf der Erde herrschen. Die so genannten Treibhausgase in der Atmosphäre sind dafür verantwortlich, dass die durchschnittliche Oberflächentemperatur plus 15 Grad Celsius beträgt.

Weiterführende Links

Aus dem Landtag

Keine weiteren Privilegien für die Braunkohle!
(25.06.2007)

Unsere Fraktion forderte mit dem Antrag "Konsequenter Klimaschutz" die Sächsische Staatsregierung auf, ihre klimafeindliche Braunkohlepolitik zu beenden und keine weiteren Privilegien für Kraftwerksbetreiber wie Vattenfall im Gesetz zum Emissionshandel durchzusetzen.

Zum Antrag: Drucksache 4/9232
Zum Redebeitrag: Antje Hermenau
Zur Pressemitteilung: PM 2007-250

900 kg Kohle für die sächsische Staatskanzlei?!

Mit der Errichtung einer Mauer aus 900 kg Lausitzer Kohle protestierte die GRÜNE-Fraktion am 22. Juni 2007 gegen den Braunkohlelobbyismus von Milbradt und Jurk. "5 vor 12" war die Mauer vor der Sächsischen Staatskanzlei errichtet.

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Aktuelle Publikation

Energiewende statt Klimawandel!
Klimaschutz braucht Taten.
(Broschüre, Stand: November 2006)

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